Robert Gernhardt - Brecht-Preisträger 1998
100 Jahre Bertolt Brecht
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Begründung der Jury für die Verleihung des Bertolt-Brecht-Preises 1998

Der Preisträger 1998 - Robert Gernhardt


Die Jury zum Bert-Brecht-Preis

Am 28. November 1997 ist im Brechthaus die Jury zum Bert-Brecht-Preis 1998 der Stadt Augsburg zusammengetreten. Zur hohen Runde der Juroren gesellte sich auch Bert Brecht als stiller Gast in Form eine Bildes. Die Jury besteht aus folgenden Persönlichkeiten:

  • Dr. Helmut Gier, Direktor der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg
  • Dr. Uwe Wittstock, Lektor und Herausgeber der Literaturzeitschrift "Neue Rundschau"
  • Prof. Helmut Koopmann, Ordinarius für Neuere Deutsche Literatur
  • Kulturreferent Ekkehard Gesler
  • Dr. Ulrich Weinzierl, Wiener Feuilleton-Korrespondent
  • Günter Holland, Herausgeber der Augsburger Allgemeinen Zeitung
  • Dr. Thomas Sprecher, Leiter des Thomas-Mann-Archivs in Zürich
  • Barbara Brecht-Schall

Die Dotation des Literaturpreises wurde dieses Jahr um 5.000,- DM auf 30.000,- DM aufgestockt. Die Verkündung des Preisträgers fand am Geburtstag Brechts, dem 10. Februar, statt.
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Begründung der Jury für die Verleihung des Bertolt-Brecht-Preises 1998

"Robert Gernhardt hat sich in seinen Gedichten, Erzählungen und Essays als unbestechlicher Beobachter unserer Zeit erwiesen; er hat mit Satire und Ironie Tabus durchbrochen, Mißstände entlarvt und die Sprache als Instrument der Aufklärung eingesetzt. Er hat der Sprache neue Dimensionen erschlossen, Spaß und Komik in die Sprache hineingebracht und seine Leser gelehrt, sich nicht verführen zu lassen. Gernhardt ist einer der großen humoristischen Kritiker unserer Zeit."

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Der Preisträger


Robert Gernhardt ist der zweite Preisträger des Bertolt-Brecht-Preises der Stadt Augsburg nach Franz Xaver Kroetz im Jahre 1995.


Bild aus SZ-15.12.1997 Nummer 288


Robert Gernhardt
, geboren am 13.12.1937 als Sohn eines Richters in Reval (Estland). 1939 übersiedelte die Familie nach Posen, wo der Vater 1945 als Soldat fiel. Im gleichen Jahr floh die Mutter mit ihren Söhnen Robert, Per und Andreas über Thüringen nach Bissendorf bei Hannover. 1946 kam die Familie nach Göttingen. Nach Abschluß seiner Schulausbildung 1956 Studium der Malerei und Germanistik in Stuttgart und Berlin. Gernhardt lebt seit 1964 in Frankfurt/M. Von April 1964 bis Dezember 1965 Redakteur von "pardon. die deutsche satirische monatsschrift", seitdem freiberuflicher Maler, Zeichner, Karikaturist und Schriftsteller. Gernhardt ist Mitbegründer von "Titanic. Das endgültige Satiremagazin" und wird der sogenannten "Neuen Frankfurter Schule" zugerechnet. Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Berlin, Frankfurt/M., Basel, Regensburg u.a. Er ist Mitglied des Deutschen Künstlerbundes. 1965 heiratete er die Malerin Almut Ullrich, die 1989 starb. 1990 ging Gernhardt eine zweite Ehe mit Almut Gehebe ein. Zum Seitenanfang








Preise:

  • Deutscher Kinderbuchpreis für "Der Weg durch die Wand", zusammen mit Almut Gernhardt (1983)
  • Kritikerpreis der Berliner Akademie der Künste (1987)
  • Kulinarischer Literaturpreis der Stadt Schwäbisch Gmünd (1988)
  • Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (1991)
  • Stadtschreiber von Bergen-Enkheim (1991)
  • Richard-Schönfeld-Preis für literarische Satire (1996)
  • Preis der "Literatour Nord" (1997)
Auszug aus Text+Kritik, Zeitschrift für Literatur Hrsg. Heinz Ludwig Arnold Nr. 136
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Ausgewählte Werke Robert Gernhardts

  • "Ich Ich Ich", Roman, 1982
  • "Glück Glanz Ruhm", Essays, 1983
  • "Katzenpost", Kinderbuch mit Bildern von Almut Gernhardt, 1983
  • "Gernhardts Erzählungen", Bildergeschichten, 1983
  • "Letzte Ölung", Satiren, 1984
  • "Was bleibt", Gedanken zur Literatur, 1985
  • "Hier spricht der Dichter", Bildgedichte, 1985
  • "Schnuffis Sämtliche Abenteuer", Bildergeschichten, 1986
  • "Die Toscana-Therapie, Schauspiel, 1986
  • "Kippfigur", Erzählungen, 1986
  • "Es gibt kein richtiges Leben im valschen", Humoresken, 1987
  • "Körper in Cafes", Gedichte, 1987
  • "Was gibt's denn da zu lachen ?", Kritik der Komiker, Kritik der Kritiker, Kritik der Komik, 1988
  • "Innen und Außen", Bilder Zeichnungen Über Malerei, 1989
  • "Wörtersee, Gedichte, 1989, Jubiläumsausgabe, 1995
  • "Hört, hört !", Das WimS-Vorlesebuch, zusammen mit F.W. Bernstein, 1989
  • "Gedanken zum Gedicht", Thesen zum Thema, 1990
  • "Otto-Der Film/Der Neue Film/Der Heimatfilm", Die Originaldrehbücher der Autoren mit Bernd Eilert, Peter Knorr und Otto Waalkes, 1990
  • "Lug und Trug", Drei exemplarische Erzählungen, 1991
  • "Die Falle", Eine Weihnachtsgeschichte, 1993
  • "Über Alles, Ein Lese- und Bilderbuch, 1994
  • "Weiche Ziele", Gedichte, 1994
  • "Ostergeschichte", 1995
  • "Die Drei", Zusammen mit F.W. Bernstein und Friedrich Karl Waechter: Die Wahrheit über Arnold Hau/Besternte Ernte/Die Blusen des Böhmen, Jubiläumsausgabe, 1995
  • "Wege zum Ruhm", 13 Hilfestellungen für junge Künstler und 1 Warnung, 1995
  • "Was deine Katze wirklich denkt", 13 Lektionen in Catical Correctness, vorgetragen von Schimmi, aufgezeichnet von Robert Gernhardt, 1996
  • "Gedichte 1954-1994", 1996
  • "Vom Schönen, Guten, Baren", Bildergeschichten und Bildgedichte, 1997
  • "Lichte Gedichte, 1997
zusammengestellt aus Veröffentlichungen des Haffmans Verlages Zum Seitenanfang

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Letzte Änderung am 18.04.1998

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