| Hanns Eisler |
| 100 Jahre Bertolt Brecht |
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Hanns Eisler, Malibu 1946/47 ©Stiftung Archiv der Akademie der Künste, Berlin |
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1930 begann seine langjährige Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht und er unternahm seine erste
Reise in die Sowjetunion. 1933 emigrierte Hanns Eisler mit Beginn der nationalsozialistischen
Machtergreifung nach Wien, Paris, London, Dänemark und lebte ab 1938 in den USA. Dort
arbeitete er als Lehrer für Komposition an der New School for Social Research in New York.
1939 wirkte er als Gastprofessor am Konservatorium in Mexico City. 1942 zog Hanns Eisler nach
Los Angeles, wo er mit Bert Brecht und Adorno zusammenarbeitete. 1948 wurde er nach arbeitsreichem
Aufenthalt in den Vereinigten Staaten (hauptsächlich Brecht-Werke) aus den USA ausgewiesen und
kehrte nach Europa zurück. Nach einem Aufenthalt in Wien übersiedelte er 1949 nach
Berlin. 1950 wurde er Mitglied der Deutschen Akademie der Künste und erhielt eine Professur an
der Deutschen Hochschule für Musik in Berlin (diese wird später nach ihm benannt). Er erhielt
den Nationalpreis I. Klasse der DDR. 1953 floh Hanns Eisler nach Wien. 1956 komponierte er
die Bühnenmusik zu "Schweyk im Zweiten Weltkrieg" (Brecht). Am 6. September 1962 starb Hanns Eisler in Berlin (Ost). Hanns Eisler - Sein Werk Hanns Eisler gehört zu den bedeutendsten und einflußreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, auch wenn sein Name nicht jedem Musikfreund geläufig sein dürfte. Er entwickelte sich in der Schule Arnold Schönbergs, dessen Technik er meisterlich beherrschte. In seiner Vokalmusik brachte er seinen eigenen Stil ein und löste sich vom Wiener Meistervorbild. Wie kaum einem anderen Schüler Arnold Schönbergs gelang es ihm, die gesellschaftliche Isolation der modernen Musik zu durchbrechen und Werke zu schreiben, die auf der Höhe der Zeit sind und zugleich die Zeitgenossen zu erreichen vermögen. Als Zeichen seiner Entwicklung steht das Werk "Zeitungsausschnitte" für Gesang und Klarinette. Es gilt gemeinhin als Wendepunkt seiner Gesinnung. Er macht in dieser Vertonung banaler und improvisierend gereimter Alltäglichkeiten bewußt Front gegen Pathos und Lyrismus. Er erteilt der bürgerlichen Gesinnung ein Absage. Seit diesem Zeitpunkt widmet sich Hanns Eisler mit seinen Werken vollkommen der sozialisitischen Funktionsmusik. Arbeiterchöre, Kampflieder und Songs, Lehrstücke und Opern bilden bis heute den Hauptteil seines kompositorischen Schaffens. Einige seiner wichtigsten Werke, so die Musik zu "Die Mutter", "Die Maßnahme", zum Film "Kuhle Wampe" oder zu den Stücken "Galileo" und "Schweyk im 2. Weltkrieg", entstanden in enger Zusammenarbeit mit seinem Freund Bertolt Brecht. Eislers Konzept einer politisch eingreifenden und kompositionstechnisch hochentwickelten Musik hat weit über die Arbeiterbewegung der zwanziger Jahre, in deren Zusammenhang es entstanden war, Wirkung entfaltet. Seine Schriften haben dem Denken über die gesellschaftliche Bedeutung von Musik wesentliche Impulse gegeben. Hanns Eisler verfaßte zusammen mit dem Dichter J. R. Becher die Nationalhymne der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Einige Hörbeispiele |
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